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Ein gutes Smartphone ist besser als ein Navi – zu diesem überraschenden Ergebnis kommt Stiftung-Warentest in einem aktuellen Test. Dabei mussten herkömmliche Geräte gegen Apps fürs Smartphone antreten. Insgesamt neun Apps wurden so getestet, jeweils vier Programme fürs iPhone 4 S und Samsung Galaxy S II und eins für das Nokia Lumia 800. Gegen gute Apps hatte keines der gestesteten Navis eine Chance, weder das Navigon 92 Premium, noch das Medion GoPal E4460EU+, a-rival NAV-XEA50 oder Mio Moov M610.
Der Testsieger fürs beliebte iPhone von Apple ist die App von TomTom. Sie zeigt selbst in schwierigen Verkehrssituationen wie großen Kreiseln die Fahrspur stets richtig und gibt die besten Fahrempfehlungen. Großes Plus ist auch, wie schlank die App ist: Karten für andere Länder müssen separat heruntergeladen werden, so spart man auf dem Smartphone an Speicherplatz.
Wer das Samsung Galaxy S II besitzt, fährt mit einer anderen App besser. Der Testsieger in dieser Kategorie ist der Mobile Navigator Europe. Kurioser Weise kostet er für das iPhone rund 30 Euro mehr, obwohl auf dieser Plattform Ansagen teilweise zu spät kommen oder einfach verschluckt werden. Auf Android-Basis funktioniert der Navigator aber einwandfrei. Andere Apps sind vor allem wegen unzureichendem Datenschutz auf den hinteren Plätzen gelandet. Die kostenlosen Google Maps-Apps sind ebenfalls weniger zu empfehlen, da weder Routenplaner, noch Spurassistent gibt.
Unter den Navigationsgeräten machte das Navigon 92 Premium das Rennen. Verständliche Ansagen und eine klare Routenführung anstatt überfüllte Karten, blasse Farben und verspätete Ansagen. Klar ist, dass für Autofahrer, die noch kein Smartphone besitzen, ein Navi nach wie vor die bessere Wahl ist. Denn das kostet noch nicht einmal ein Drittel von einem Smartphone mit entsprechender App. Wer allerdings ein Smartphone besitzt, der ist mit einer entsprechenden App definitiv auf der sicheren Seite.



